So erkennst du ein umgebadgtes oder falsch inseriertes Auto
Schriftzüge kann man online kaufen, und Anzeigen werden oft aus dem Gedächtnis geschrieben. Der Werksdatensatz ist der Teil, den niemand bearbeiten kann.
Der Schriftzug ist das, was sich am leichtesten ändern lässt
Ein Ausstattungsschriftzug kostet wenig und ist in Minuten montiert. Der Werksdatensatz führt die Paketcodes auf, mit denen das Auto tatsächlich gebaut wurde – ein Auto mit S line-, M Sport- oder AMG Line-Schriftzug hat den passenden Code, oder eben nicht.
Die meisten Fehler sind kein Betrug
Meist listet der Verkäufer einfach die Ausstattung auf, die er im Auto vermutet, oder übernimmt sie aus einem Prospekt für dasselbe Modell. Luftfederung, adaptive Dämpfung, Matrix-Scheinwerfer und Kamerapakete lassen sich am leichtesten behaupten und mit bloßem Auge am schwersten prüfen.
Was du vor dem Bezahlen prüfen solltest
- Schriftzug mit Code abgleichen — der Ausstattungs- oder Paketschriftzug sollte zu einem Paketcode im Datensatz passen
- Scheinwerfer — Matrix- und Laserlicht haben eigene Codes; ein Auto mit einfachen LED-Scheinwerfern hat sie nicht
- Fahrwerk — Luftfederung und adaptive Dämpfung haben jeweils eigene Codes; aus der Bezeichnung einer Ausstattungslinie allein lässt sich nicht auf diese Merkmale schließen
- Soundsystem — ein Premium-Soundsystem hat einen eigenen Code; ein Logo auf der Lautsprecherabdeckung beweist nichts
- Produktionsdatum und Modelljahr — der Datensatz zeigt beides, ein als neueres Modelljahr verkauftes Auto ist also leicht zu prüfen
Prüfe ein Auto vor dem Kauf per FIN
Frag den Verkäufer nach der 17-stelligen FIN und prüfe sie, bevor du das Auto ansiehst. Zur Modelljahr-Falle siehe Modelljahr oder Produktionsdatum.